20.000-Einwohner-Stadt aus Bambus?

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Das Architekturbüro PENDA hat zur „Beijing Design Week 2015“ das Konstruktionskonzept RISING CANES zum Bau mehrgeschossiger Bambushäuser vorgestellt. Das Vorhaben erscheint zunächst als herrlich erfrischendes Konstrukt aus natürlich gewachsenen Bambusrohren, welche lediglich mit Seilen verbunden werden. Das Bauprinzip ist auf den ersten Blick schlüssig und stabil, da die Konstruktion aus dreieckigen bzw. pyramidenförmigen Strukturen besteht. Allerdings muss die Idee doch äußerst kritisch hinterfragt werden, da es in diverser Hinsicht große Fragen aufwirft. Der für Bambusstäbe so wichtige Witterungsschutz ist offensichtlich nicht gegeben. Auch sind keine Maßnahmen für den Brandschutz erkennbar. Hinzu kommt, dass Grundrisse ohne vertikale Wände das Aufstellen von Schränken schwierig gestalten. Die Dauerhaftigkeit der Verbindungen muss auch kritisiert werden, dass Seilverbindungen zwar eine traditionelle Verbindungstechnik für Bambusstangen darstellen, jedoch eher für temporäre Bauwerke geeignet sind. Denn durch Quellen und Schwinden können sich die Verbindungen lösen und stellen somit ein Risiko dar. Aus statischer Sicht ist auch anzumerken, dass die Struktur in den unteren Geschossen entgegen der Darstellungen aufgrund der sich addierenden Kräfte und Lasten wesentlich stärker dimensioniert werden müsste.

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